Der RSK wagt neue Wege
Schon von Anfang an hatte die Gebetsgemeinschaft Rosenkranz-Sühnekreuzzug um den Frieden in der Welt (RSK) eine missionarische Sendung. P. Petrus Pavlicek, der Gründer des RSK, versuchte so viele Menschen wie möglich für das Rosenkranzgebet und für ein christliches Leben zu gewinnen. Er hat als Franziskaner den Auftrag Jesu „Geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern“ (Mt 28,19) sehr ernst genommen. Darum gehörten von Anfang an Predigten, Exerzitien und Missionen zur innersten Sendung des RSK. P. Petrus hat damals die Herzen vieler berührt und aufgerüttelt, denn er verstand es, den Menschen das Wort Gottes und die Botschaft von Fatima in ihrer Sprache zu vermitteln. So wurde er zum „Vorbeter für Millionen“. Ein ganz wichtiges Instrument dabei war und ist bis heute unsere Zeitschrift „Betendes Gottes Volk“.
Auch P. Benno Mikocki, sein Nachfolger, versuchte schon als junger Priester, erfüllt vom Geist des Evangeliums das Wort Gottes möglichst vielen Menschen nahe zu bringen. Er ging dabei für seine Zeit neue und auch ein wenig revolutionäre Wege. Zum Beispiel arbeitete er eine Zeit lang in einer Fabrik, um als Priester unter ganz gewöhnlichen Arbeitern zu wirken. Später konzentrierte er sich auch vor allem auf Exerzitien, Predigten, Einkehrtage. Und er hielt Marienfeiern an vielen Orten auch außerhalb Österreichs ab.
Beiden, P. Petrus und P. Benno, war es ein großes Anliegen, so viele Menschen wie möglich zu erreichen. P. Benno, der ein großes wissenschaftliches Interesse hatte, versuchte auch immer wieder, gläubige Wissenschaftler für Zeugnisse während der Maria Namen-Feier und für Artikel in der Zeitschrift zu gewinnen, um so den Mitgliedern des RSK zu zeigen, dass Glaube und Wissenschaft sich nicht widersprechen.
Die Zeiten jedoch haben sich in den letzten Jahrzehnten sehr geändert. Ich kann mich noch erinnern, wie ich als junger Franziskaner in der vollen Stadthalle an zwei Tagen hintereinander die Maria Namen-Feier miterlebt habe. Auch die vom RSK angebotenen Exerzitien und Einkehrtage waren sehr gut besucht. Ebenso die monatlichen Sühneandachten in der Wiener Franziskanerkirche. Leider ist die Zahl der aktiv anwesenden Gläubigen in den letzten Jahren stark gesunken und auch die Anzahl der Abonnenten unserer Zeitschrift. Das ist eine Entwicklung, die wir nicht nur in unserer Gebetsgemeinschaft, sondern in der ganzen Kirche wahrnehmen. Trotzdem und gerade deswegen sehen wir uns verpflichtet, im Geiste unseres Gründers und natürlich dem Auftrag Jesu gemäß, die frohe Botschaft weiterhin zu verkünden, um möglichst viele Menschen für Gottes Reich zu gewinnen. Darum haben wir uns entschieden, so wie damals P. Petrus und später P. Benno, neue Möglichkeiten der Verkündigung zu finden. Im Internet haben wir durch den Youtube-Kanal einen Weg dazu entdeckt.
Youtube ist eine Plattform, auf der man kostenlos Videos veröffentlichen und anschauen kann. Viele Menschen, die nicht mehr in die Kirche gehen, aber doch von den wichtigen Fragen des Lebens erfüllt sind und Antworten suchen, tun dies auf eben dieser Plattform. Frau Gallhofer und ich haben uns, in Zusammenarbeit mit dem Vorstand des RSK und auf dessen Motivation und Vorschlag hin, dazu entschieden einen Youtube-Kanal zu eröffnen. Der Titel dieses Kanals ist: Evangelium - der Weg zum Frieden. Monatlich veröffentlichen wir an jedem Samstagabend eine Auslegung bzw. Predigt zu den jeweiligen Sonntagsevangelien. Und jeden Mittwochabend veröffentlichen wir ein Video zu verschiedenen Glaubensfragen. So versuchen wir, viele Menschen zu erreichen.
Wir ermutigen Sie, dass auch Sie unsere Videos anschauen, unseren Youtube-Kanal abonnieren und auch an Freunde und Bekannte weiterempfehlen. Natürlich werden Sie auch in Zukunft viermal jährlich unsere Zeitschrift „Betendes Gottes Volk“ erhalten. Aber nun haben Sie die Gelegenheit, wöchentlich kostenlos über dieses Medium mit uns verbunden zu sein und auch gemeinsam mit uns das Evangelium zu betrachten und den Glauben zu vertiefen. Wir haben im ersten Monat seit der Eröffnung unseres Kanals schon über 7000 Zugriffe auf unsere Videos gehabt, das lässt uns an die einst volle Stadthalle bei der Maria Namen-Feier denken. Und wir sind zuversichtlich, noch viel mehr Menschen erreichen zu können, damit die Botschaft Jesu und die Zusage von P. Petrus: „Geeintes Gebet ist eine Macht, die Gottes Barmherzigkeit auf diese Welt herabzieht“ sich weiterverbreitet.
Bitte unterstützen Sie uns auch mit Ihren Gebeten, damit viele Menschen sich heute wieder für Gottes Wort öffnen und die Notwendigkeit zum Gebet um den Frieden erkennen.
Liebe Leserinnen und Leser, zum Abschluss wünsche ich Ihnen Gottes Segen und vertraue darauf, dass Sie mit uns diesen neuen Weg der Evangelisation wagen.
P. Elias van Haaren OFM