"Für Sie persönlich"
Vor einigen Wochen hat Papst Franziskus die Pforte zum Heiligen Jahr geöffnet. Dieses Jahr steht unter dem Motto „Pilger der Hoffnung“.
Am Heiligen Abend 2024 rief Papst Franziskus in der Christmette im Petersdom die Christen weltweit zur Verbreitung von Hoffnung auf. Besonders solle sie dorthin getragen werden, wo sie verloren gegangen sei und Misserfolge Herzen gebrochen hätten, sagte er in dem Gottesdienst. Hoffnung solle zu Erschöpften und Einsamen, zu leidenden Menschen gebracht werden – und „in die langen und leeren Tage der Gefangenen, in die engen und kalten Zimmer der Armen, an die Orte, die von Krieg und Gewalt geschändet sind“.
Die Zeit des Jubiläumsjahres sieht der Papst auch als Verpflichtung zur Umgestaltung der Welt. Es solle eine Zeit des Jubels werden „für unsere Mutter Erde“, die durch die Logik des Profits entstellt werde. Besonders für die ärmsten Länder, die durch ungerechte Schulden belastet seien.
Was bedeutet das für jeden Einzelnen von uns? Wie können wir selber wieder mehr hoffen und diese Hoffnung auch an andere weitergeben? Wertvolle Hilfen dazu finden Sie in dem Beitrag „Das Jubiläumsjahr 2025“ auf Seite 3f.
Man kann manchmal von Schwerkranken, Verzagten, Enttäuschten hören: „Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr, es hat alles keinen Sinn!“ Keine Hoffnung!
Im Buch Jeremia lesen wir: „Ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben“ (Jer 29,11). Diese Zusage, die Gott dem Volk in einer aussichtslosen Situation gab, gilt auch heute noch. Gott ist mit uns! Er lässt uns nicht im Stich!
Das Titelbild dieser Ausgabe zeigt ein Kreuz in strahlendem Licht. Jesus hat das Dunkel des Todes, des Leidens überwunden, er ist auferstanden! Das feiern wir in diesen Tagen! Und wir dürfen darauf vertrauen, dass auch wir von Gott getragen und geführt werden, auch wenn vielleicht manches Leid momentan zu bewältigen ist. Er, der Herr, ist unsere Zukunft, unsere Hoffnung!
Um diese immer mehr zu stärken, können wir auch bei der Einleitung des Rosenkranzes bewusst bitten, wenn wir die drei Ave Maria um Glauben, Hoffnung und Liebe beten – für uns, aber auch für jene, die gerade verzagt sind und leiden. Wenn die Hoffnung erlischt, kommt die Angst, doch wir dürfen darauf vertrauen, dass unser Leben nicht in einem dunklen Abgrund endet, sondern in der Begegnung mit Gott.
Eine Ordensschwester schrieb vor kurzem zu unserer Zeitschrift: „Diese Texte geben mir und anderen Menschen immer wieder Kraft, Mut und Hoffnung.“ Das sind ermutigende Worte und wenn Sie sich gerade in einer negativen Situation befinden, suchen Sie Trost im Gebet und vielleicht auch in einem guten Text, der Hoffnung vermittelt.
Ich wünsche Ihnen von Herzen eine fruchtbringende Fastenzeit und ein frohes, mit Freude und Hoffnung erfülltes Osterfest.
In diesem Sinn bin ich mit Ihnen im Gebet verbunden,
Im Gebet verbunden,
Traude Gallhofer
für den Vorstand des RSK
Die Printversion können Sie unter zent@rsk-ma.at gerne anfordern.
Die Gebetsgemeinschaft des RSK steht unter der Patronanz von Kardinal Christoph Schönborn, Wien, und Erzbischof Franz Lackner, Salzburg